Animal Centric Lighting

VoGaH Lightworks begleitet Projekte von der ersten Analyse bis zur fertigen Lösung. Der Fokus liegt dabei auf einem klaren Ziel: Beleuchtung, die technisch und wirtschaftlich überzeugt.

Eine gute Stallbeleuchtung ist mehr als eine helle, energieeffiziente Leuchte. Sie beeinflusst Orientierung, Tagesrhythmus, Arbeitsabläufe und die Wahrnehmung der Tiere. Animal Centric Lighting beschreibt einen Planungsansatz, der Licht konsequent aus der Perspektive der jeweiligen Tierart betrachtet.

VoGaH Lightworks verbindet Tierbiologie, Lichtqualität, Lichtplanung, Steuerung und robuste Systemtechnik zu Beleuchtungslösungen für anspruchsvolle landwirtschaftliche Anwendungen. Ziel sind keine pauschalen Lichtrezepte, sondern Lösungen, die zum Betrieb, zur Tierart, zur Stallumgebung und zum jeweiligen Management passen.

Lichtkonzept besprechen

Sie planen eine neue Beleuchtungsanlage, möchten einen Bestand modernisieren oder möchten die Lichtqualität in Ihrem Stall prüfen lassen?
Wir entwickeln mit Ihnen ein Lichtkonzept, das Tierart, Stallumgebung, Technik und Wirtschaftlichkeit zusammenbringt.

Die Grundlagen von Animal Centric Lighting

Was bedeutet Animal Centric Lighting?

Animal Centric Lighting bedeutet tierorientierte Beleuchtungsplanung. Im Mittelpunkt steht nicht ein einzelnes Produktmerkmal wie Farbtemperatur, Wattzahl oder Schutzart. Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Faktoren:

  • Wie nimmt die Tierart Licht wahr?
  • Welche Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit sind erforderlich?
  • Wie stabil ist das Licht über die Zeit?
  • Welche Spektren und Lichtkanäle sind sinnvoll steuerbar?
  • Wie werden Hell-, Dämmer- und Dunkelphasen gestaltet?
  • Hält das System den realen Bedingungen im Stall dauerhaft stand?

Damit wird Licht zu einem wichtigen Bestandteil des Stallmanagements. Es unterstützt Orientierung, Ruhe- und Aktivitätsphasen sowie die sichere Tierkontrolle durch Mitarbeitende. Gleichzeitig muss die Anlage wirtschaftlich, wartungsarm und zuverlässig funktionieren.

Tiere sehen Licht anders als Menschen

Die menschliche Wahrnehmung ist kein ausreichender Maßstab für die Beleuchtung im Stall. Besonders Geflügel verfügt über ein anderes visuelles System als Menschen und kann Farbbereiche wahrnehmen, die für uns nicht sichtbar sind. Auch schnelle Helligkeitsschwankungen können anders verarbeitet werden.
Eine Leuchte, die für Menschen angenehm, ruhig oder ausreichend hell wirkt, ist deshalb nicht automatisch für Tiere geeignet.

Bei der Planung berücksichtigen wir unter anderem:

  • das artspezifische Sehvermögen

  • die Wahrnehmung von Spektren und Kontrasten

  • die Beleuchtungsstärke auf Augenhöhe der Tiere

  • die räumliche Gleichmäßigkeit

  • mögliche Blendung durch sichtbare LED-Punkte

  • die zeitliche Qualität bei Dimmung und Steuerung

Gerade bei Geflügel sollte Licht nicht ausschließlich über Luxwerte oder Kelvinangaben bewertet werden. Diese Werte sind wichtig, erfassen die biologische Qualität eines Lichtsystems aber nur teilweise.

Lichtqualität ist mehr als Lux

Die Beleuchtungsstärke in Lux ist eine wichtige Planungs- und Vergleichsgröße. Sie beschreibt jedoch Licht in einer Gewichtung, die sich an der menschlichen Wahrnehmung orientiert. Zwei Leuchten können denselben Luxwert erzeugen und sich dennoch deutlich in Spektrum, Gleichmäßigkeit, Dimmverhalten und zeitlicher Stabilität unterscheiden.
Für ein belastbares Lichtkonzept betrachten wir daher mehrere Ebenen gleichzeitig. 

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Flimmern und zeitliche Stabilität

LEDs reagieren sehr schnell auf Stromänderungen. Dadurch sind sie hervorragend dimm- und steuerbar – bei ungeeigneter Treiber- oder Steuerungstechnik können jedoch Helligkeitsschwankungen entstehen.
Ein Lichtsystem sollte nicht nur bei voller Leistung, sondern insbesondere auch bei niedrigen Dimmstufen stabil arbeiten. Kameratests können erste Hinweise geben, ersetzen aber keine technische Bewertung. Entscheidend sind das Zusammenspiel von Leuchte, Treiber, Steuerung und der jeweilige Betriebszustand.

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Spektrum und Lichtfarbe

Die Farbtemperatur in Kelvin beschreibt den Farbeindruck eines weißen Lichts. Sie ist jedoch nicht mit dem tatsächlichen Spektrum gleichzusetzen. Zwei Leuchten mit derselben Farbtemperatur können sich in ihrer spektralen Zusammensetzung deutlich unterscheiden.
Für Animal Centric Lighting ist deshalb nicht allein entscheidend, ob Licht warm- oder neutralweiß erscheint. Relevant sind die Tierart, die Nutzung, die Intensität, das Lichtprogramm und die technische Umsetzbarkeit.

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Gleichmäßige Ausleuchtung

Große Unterschiede zwischen sehr hellen und dunklen Bereichen können Orientierung und Tierkontrolle erschweren. Eine gute Planung sorgt für eine nachvollziehbare Lichtverteilung im Stall. Wo es betrieblich sinnvoll ist, können auch bewusst abgestimmte Zonen geplant werden – etwa für Aktivität, Ruhe oder bestimmte Funktionsbereiche.

Lichtprogramme für den Tagesrhythmus

Licht und Dunkelheit strukturieren den Tagesablauf. In geschlossenen Stallanlagen ist künstliches Licht ein zentraler Taktgeber. Deshalb geht es nicht nur um die Dauer der Beleuchtung, sondern auch um gut geplante Übergänge und verlässliche Dunkelphasen.
Sanfte Dimmverläufe können abrupte Wechsel vermeiden. Beim Hochdimmen entsteht zunächst eine niedrige Lichtintensität, die kontrolliert auf den gewünschten Tageswert ansteigt. Beim Herunterdimmen wird das Licht schrittweise abgesenkt. So bleibt Zeit für Orientierung und Ruhephasen.

Ein professionelles Lichtprogramm berücksichtigt unter anderem:

  • Tierart, Alter und Nutzungsform

  • Betriebsabläufe und Kontrollzeiten

  • Licht- und Dunkelphasen

  • Dämmerzeiten und Dimmkurven

  • gleichmäßige Reaktion aller Leuchten

  • definierte Grundeinstellungen bei Störungen oder Neustarts

Rechtliche Mindestanforderungen und weitergehende Empfehlungen müssen dabei klar voneinander unterschieden werden. Die konkrete Ausgestaltung sollte immer projektbezogen erfolgen.

Zweikanalige Beleuchtung: mehr Flexibilität im Stall

Zweikanalige Leuchten verfügen über zwei getrennt steuerbare Lichtkanäle. Dadurch können Spektren oder Farbtemperaturen unabhängig voneinander gedimmt und gemischt werden. Die Beleuchtung bleibt nicht auf einen einzigen statischen Zustand beschränkt, sondern kann an definierte Tagesphasen und Managementsituationen angepasst werden.

Mögliche Kombinationen sind beispielsweise Weiß und Rot oder Blau und Warmweiß. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Tierart, Stall, Zielsetzung und dem gesamten Management ab.

Ein separat steuerbarer Kanal kann zusätzliche Handlungsmöglichkeiten schaffen. Er ersetzt jedoch keine Ursachenanalyse und keine Maßnahmen in Bereichen wie Tiergesundheit, Fütterung, Beschäftigung oder Stallklima. Animal Centric Lighting bedeutet deshalb nicht, einzelne Lichtfarben mit pauschalen Wirkversprechen zu verbinden, sondern die technische Flexibilität verantwortungsvoll nutzbar zu machen.

Wichtig sind dabei:

  • getrennte und reproduzierbare Ansteuerung beider Kanäle

  • stabile Dimmung über den gesamten Leistungsbereich

  • nachvollziehbare Lichtszenen und Mischverhältnisse

  • sanfte Übergänge ohne unerwünschte Sprünge

  • sichere Grundeinstellungen und manuelle Eingriffsmöglichkeiten

  • verständliche Bedienung und dokumentierte Lichtprogramme

Robuste Technik für reale Stallbedingungen

Die beste Lichtidee ist nur dann sinnvoll, wenn das System im Alltag dauerhaft funktioniert. Stallanlagen stellen hohe Anforderungen an Leuchten, Verkabelung, Dichtungen und Steuerung. Staub, Feuchtigkeit, Ammoniak, Reinigungsmittel, Temperaturschwankungen und Hochdruckreinigung können Komponenten langfristig belasten.

Deshalb betrachten wir Lichtqualität und Betriebssicherheit gemeinsam. Je nach Anwendung prüfen wir unter anderem:

  • Schutzart und tatsächlichen Einsatzbereich
  • Material- und Dichtungsbeständigkeit
  • Temperaturverhalten und Wärmehaushalt
  • Anschluss- und Stecksysteme
  • Reinigungsanforderungen
  • Steuerungs- und Dimmtechnik
  • Wartungsfreundlichkeit und Lebensdauer

Eine hohe Schutzart allein ist dabei nicht automatisch ein Nachweis für die Eignung in jeder Stallumgebung. Entscheidend ist stets das gesamte System und der konkrete Einsatzort.

Animal Centric Lighting von VoGaH Lightworks

VoGaH Lightworks entwickelt Beleuchtungslösungen nicht als isolierte Standardprodukte, sondern als abgestimmte Systeme. Grundlage ist die Verbindung aus fachlicher Planung, robustem Produktkonzept und praxistauglicher Steuerung.

Unser Ansatz umfasst acht Perspektiven:

Tierbiologie

Wahrnehmung und Anforderungen der jeweiligen Tierart

Lichtqualität

Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Spektrum und zeitliche Stabilität

Steuerung

Dimmung, Lichtprogramme, Szenen und Betriebssicherheit

Lichtplanung

Geometrie, Montage, Lichtverteilung und Funktionsbereiche

 

Stallumgebung

Feuchtigkeit, Staub, Reinigung und chemische Belastung

Wirtschaftlichkeit

Energie, Wartung, Nutzungsdauer und Investition im Zusammenhang

 

Energieeffizienz

bedarfsgerechter Einsatz statt Überbeleuchtung

Innovation

technische Weiterentwicklung auf Basis realer Anwendungen

Von der Analyse zum Lichtkonzept

Jedes Projekt beginnt mit den tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Gemeinsam klären wir, welche Anforderungen an Lichtqualität, Robustheit, Steuerung und Wirtschaftlichkeit bestehen.

Je nach Projekt unterstützen wir mit:

  • Analyse bestehender Beleuchtungsanlagen

  • Lichtmessung und Bewertung der Ausgangssituation

  • projektbezogener Lichtplanung und DIALux-Berechnung

  • Auswahl geeigneter Leuchten und Steuerungskomponenten

  • Entwicklung abgestimmter Lichtkonzepte

  • technischer Unterstützung für den Elektrofachbetrieb

  • Betrachtung von Energieverbrauch, Wartung und Modernisierungspotenzial

Die Installation erfolgt durch den Elektrofachbetrieb des Kunden oder einen beauftragten Fachpartner. VoGaH Lightworks konzentriert sich auf Beratung, Planung, Entwicklung, Lieferung und technische Projektunterstützung.

Sie brauchen eine professionelle Beratung?

Gemeinsam entwickeln wir eine Beleuchtungslösung, die auf Ihre betrieblichen Anforderungen abgestimmt ist.

FAQ

Was bedeutet Animal Centric Lighting?

Animal Centric Lighting beschreibt einen Beleuchtungsansatz, der sich an den biologischen und verhaltensbezogenen Anforderungen der Tiere orientiert. Dabei werden nicht nur Helligkeit und Energieverbrauch betrachtet, sondern auch Faktoren wie Spektrum, Gleichmäßigkeit, Flimmerverhalten, Dimmqualität, Tagesrhythmus und Steuerung.

Warum ist Licht in der Tierhaltung so wichtig?

Licht beeinflusst Orientierung, Aktivität, Ruhephasen und die Nutzung verschiedener Stallbereiche. Gleichzeitig unterstützt es die tägliche Tierkontrolle und Arbeitsabläufe. Deshalb sollte Beleuchtung immer als Teil eines ganzheitlichen Stallmanagements betrachtet werden.

Warum sehen Tiere Licht anders als Menschen?

Tiere verfügen über andere visuelle Systeme als Menschen. Besonders Geflügel kann Lichtbereiche und zeitliche Veränderungen anders wahrnehmen. Deshalb kann eine Beleuchtung, die für Menschen angenehm wirkt, für Tiere dennoch ungeeignet sein.

Beruhigt blaues Licht Tiere?

Blau betonte Lichtszenen werden in Forschung und Praxis mit veränderten Aktivitätsmustern in Verbindung gebracht. Eine allgemeingültige Beruhigungswirkung kann jedoch nicht garantiert werden. Die Wirkung hängt von vielen Faktoren ab und sollte immer im Gesamtkonzept betrachtet werden.

Warum wird die Augenhöhe der Tiere berücksichtigt?

Die tatsächlich relevante Beleuchtungsstärke entsteht dort, wo sich die Tiere aufhalten. Messungen oder Berechnungen auf menschlicher Arbeitshöhe können die Lichtsituation der Tiere falsch darstellen.

Ist Animal Centric Lighting nur für Geflügel relevant?

Nein. Der Grundgedanke kann grundsätzlich auch auf Schweine, Rinder und andere Tierarten angewendet werden. Da jede Tierart Licht unterschiedlich wahrnimmt, müssen Beleuchtungskonzepte jedoch individuell entwickelt werden.

Welche Faktoren berücksichtigt VoGaH Lightworks bei Animal Centric Lighting?

Bei der Planung werden unter anderem berücksichtigt:

  • Tierart und Wahrnehmung
  • Lichtspektrum
  • Beleuchtungsstärke
  • Gleichmäßigkeit
  • Flimmerverhalten
  • Tageslichtsimulation
  • Dimmverläufe
  • Lichtprogramme
  • Stallbedingungen